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Allgemeiner Teil

Im Verlauf der letzten Jahre kam es durch verschiedenste Faktoren zu einer starken Veränderung des sportlichen Freizeitverhaltens sowie des Breiten- und Leistungssportverhaltens in der Bevölkerung.

Auf der einen Seite beobachtet man einen immer größer werdenden Anteil der Bevölkerung mit reduzierter körperlicher Aktivität und Bewegungsmangel und den daraus resultierenden Zivilisationskrankheiten, auf der anderen Seite erkennt man in bestimmten Bevölkerungsgruppen ein steigendes Interesse an körperlicher Aktivität, aktiver sportlicher Gesundheitsprävention und aktiver Lebensgestaltung durch Bewegung.

Vom Kind- und Jugendbereich angefangen über Breiten- und Leistungssport bis hin zum Seniorensport wird eine sportmedizinische Betreuung mit unterschiedlichstem Beratungsinhalt gefordert.

Neben orthopädischer Grunduntersuchung, Beratung gesunder Sportler, Sportanfängern oder von sporttreibenden mit Grunderkrankungen und Vorschäden und internistischer sportmedizinischer Aspekte, stehen die Untersuchung der Sporttauglichkeit , die sportmedizinische Leistungsdiagnostik sowie die Behandlung von Sportverletzungen im Mittelpunkt des sportmedizinisch aktiven Arztes.

In Bezug auf verschiedenste Fitness – Wellen, klassische Sportarten sowie neue moderne Sportarten wird ein recht umfangreiches und flexibles Beratungs- und Diagnostiksystem gefordert um den unterschiedlichsten Ansprüchen der  Bevölkerung zu genügen.

Sportliche Aktivität spielt eine überragende Rolle in der Prävention und Behandlung von krankmachenden Risikofaktoren. Durch bahnbrechende Studien von Paffenbarger und Morris wurde nachgewiesen, dass jegliche körperliche Aktivität einen Beitrag zur Gesundheitserhaltung leisten kann. Bereits durch eine Verbrennung von 2000 – 3000 kcal pro Woche werden präventive und heilende Effekte für den Stoffwechsel erzielt, unabhängig von der Sportart. Ganz entscheidend und somit erlaubt ist alles „Aktive“ was Spaß macht. Die Vernunft über „Art“ und „Dosis“ der Sportart entscheidet ob „Sport ist gesund“ oder „Sport ist Mord“ Gültigkeit hat.

Im Hinblick auf internistische Erkrankungen kann der Gesundheitswert sportlicher Aktivität über den Kalorienverbrennungseffekt hinaus ausgebaut werden.

Spaß sollte uns bei der sportlichen Aktivität immer begleiten!!! Ein Ausgleich vom Alltagsstress durch Stress bei körperlicher Aktivität ist nicht sinnvoll. Es muss eine Bewegungsform gefunden werden, die zu einem passt und einem Freude macht !!!


Spezieller Teil

Bei Neueinsteigern im Sport empfiehlt sich ein ärztlicher Basis – check oder ein Gesundheits – Checkup, sowie Kontrolluntersuchungen bei jeglichem Auftreten von Beschwerden vor, während und nach körperlicher Belastung.


Wichtig herbei sind

- einführendes Gespräch mit dem Patienten (z. B. Bewegungsaktivitäten bisher,
  Vorerkrankungen, Wünsche an die Sportart ...)
- körperliche Untersuchung
- Ruhe – EKG
- Belastungs – EKG mit Blutdruckmessungen
- evt. laborchemische Untersuchungen

Bei bereits trainierten Sportlern, bestehenden Erkrankungen oder Leistungssportlern ist ergänzend die Durchführung von

- Laktatmessungen während des Balastungs - EKGs und
- Lungenfunftionsdiagnostik sinnvoll.

Bei bestehenden Erkrankungen kann im Einzelfall auch die Durchführung folgender Untersuchungen sinnvoll sein

- Röntgenuntersuchung der Brustorgane (Röntgen – Thorax)
- Herzultraschalluntersuchung (Echokardiographie)
- Langzeit – Blutdruckmessung
- 24 – Stunden EKG

Das Belastungs – EKG dient zum Ausschluss oder der Beurteilung einer Erkrankung, zur Leistungsbeurteilung und Kontrolle des Trainingserfolges sowie zur Ermittlung der individuellen Trainingsintensität.

Die Kontrolle in der Belastungs- oder Trainingsphase erfolgt durch die HERZFREQUENZ. Dies ist eine einfache und sehr effektive Methode zur Steuerung der Belastungsintensität. Eine moderne Kontrolle über z.B. eine Pulsuhr ermöglicht einen guten Schutz vor Überanstrengung und Überlastung. Durch kontinuierliche Pulsmessungen muss die körperliche Aktivität nicht ständig durch Pulsmessungen mit der Hand unterbrochen werden. Pauschale Empfehlungen bezüglich der Belastungsbereiche (z.B. 180 minus Lebensalter, Trimming 130 ...) sind zu unspezifisch, da neben dem Lebensalter auch der aktuelle Zustand der Leistungsfähigkeit erfasst werden sollte. Dies ist zum Beispiel über die Einbeziehung des Ruhepulses oder Laktatmessungen möglich.

Die Bestimmung der belastungsabhängigen LAKTATWERTE durch Blut aus dem Ohrläppchen kann noch feiner in die Trainingssteuerung (vor allem bei Ausdauersportarten) eingegriffen werden und eine zu hohe Belastung vermieden werden. Neben dem Ruhelaktatwert zwischen 0,8 – 1,3 mmol/Liter unterscheidet man verschiedene Trainingsintensitätsstufen zwischen 1,5 bis > 4,0 mmol/Liter.

- Regenerationstraining
- Grundlagenausdauertraining
- Intensives Ausdauertraining
- Schwellentraining
- Intervalltraining

Ausdauersportler absolvieren 85 – 90% der Trainingseinheiten im Regenerations- und Grundlagenausdauerbereich.

Laktatwerte über 2,5 mmol/Liter haben für die Gesundheit keinen größeren Nutzen, wohl aber ein höheres Risiko. Training in diesen Bereichen sollte sportartspezifisch dem Leistungssportler in Zusammenarbeit mit dem Trainer vorbehalten bleiben. Im Gesundheits- und „Spaßbereich“ führt eine solche permanente „Übersäuerung“ zur Verletzungsanfälligkeit und sollte vermieden werden.

Die LUNGENFUNKTIONSDIAGNOSTIK vor und nach körperlicher Aktivität erlaubt neben der Bestimmung von Lungenvolumen, Strömungsverhältnissen in den Atemwegen, Elastizität und Dehnbarkeit des Lungengewebes Aussagen über belastungsabhängige Lungenerkrankungen (z.B. Belastungsasthma). Besonders im Tauchsport ist dies eine einfache und aussagefähige Untersuchung.

Messungen der Ein- und Ausatemluft mit Bestimmung der Ventilation und Sauerstoffaufnahme während Belastung sind ausschließlich im Leistungssport sinnvoll und erfordern einen hohen technischen Aufwand.

Steuerung der sportlichen Aktivität

Nach ärztlichem Gespräch, Untersuchung und Diagnostik sollte der/die SportlerIn jedoch nie seine subjektiven Empfindungen während der Belastung missachten. Nach Bestimmung der maximalen Herzfrequenz durch den Arzt oder unter ärztlicher Aufsicht, kann die Herzfrequenz als „Frühwarnsystem“ aufgefasst werden. Wir unterscheiden 3 Belastungsbereiche.

1. reine AEROBE Belastungen: Belastungspuls bewegt sich zwischen 60 und 70% der maximalen Herzfrequenz. Effekt: Stabilisierung von Gesundheit und sportlicher Leistungsfähigkeit.

2. Belastung unterhalb der ANAEROBEN Schwelle: Puls zwischen 70 und 85% der max. Herzfrequenz. Anfallende Milchsäure kann noch problemlos vom Körper neutralisiert werden. Effekt: Herz – Kreislaufparameter werden Verbessert es erfolgt eine Leistungsentwicklung.

3. Belastung in der Nähe der ANAEROBEN Schwelle: Der Puls bewegt sich bei 90% der max. Herzfrequenz. Effekt: Trainingsreize müssen sparsam und gezielt eingesetzt werden, um rasche Leistungssprünge zu erzielen. Bei unsachgemäß häufiger Anwendung Gefahr von Überlastungsreaktionen von Bewegungsapparat, Psyche und Hormonsystem (=Übertrainingssyndrom). Diese Trainingsform ist dem Leistungssportler in Absprache mit dem Trainer vorenthalten.

Für eine „gesunde Sportausübung“ sollten Effekte vor allem des rein aeroben Belastungsmodus unterstrichen werden (60 – 70% der max. Herzfrequenz). In diesem Bereich erfolgt auch die beste Wirkung auf den Fellstoffwechsel. Denn nur bei dieser moderaten Belastung werden vermehrt Fettsäuren in den Muskelstoffwechsel eingebunden und verbrannt. Dies kann zu Erhöhung der „guten Fette“ (HDL) und zu einer Verminderung der „schlechten Fette“ (LDL) führen.

Im Kraftsportbereich gelten aufgrund der anderen körperlichen Beanspruchung natürlich andere Belastungsregeln die ebenfalls je nach Trainingsziel (Muskelmasse erhalten oder Muskelaufbau) gesteuert werden können.


Kurze Zusammenfassung

Wie treibe ich gesunden Sport?

Präventiv und rehabilitativ sinnvolle Sportaktivitäten.
Minimum: Kalorienverbrauch durch Muskelaktivität 300 – 400 kcal / tgl. 
  oder 2000 – 3000 / Woche.
Wer? Jedermann nach Rücksprache mit dem Arzt. 1 Watt / kg / KG entspricht
  etwa der Belastung einer krankengymnastischen Einzelbehandlung
Wie oft? regelmäßig = mindestens 3 x die Woche
Was? „Ausdauertraining“ = mindestens 30 min. 
Wie? Ohne Überforderung = aerober Stoffwechselbereich
Optimum bei 60 – 70%  der max. möglichen Herzfrequenz (etwa 220 – Lebensalter
   wenn möglich Ruhepuls einrechnen), oder Blutlaktat zwischen 2,0 – 3,0 mmol /
   Liter. Die Stoffwechselaktivierung ist entscheidend. Fette werden dadurch auch
   nach der körperlichen Belastung verbrannt!!!

 
   
   
   
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