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Die Reisefreudigkeit der Bevölkerung hat sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten stark verändert. Durch weltweite Mobilität – sei es durch Auto, Bahn oder Flugzeug – scheint kein Ziel mehr unerreichbar.

Leider wird allzu oft das gesundheitliche Risiko solcher Reisen oder Tropenreisen unterschätzt. Viele Infektionen treten erst lange nach der Rückkehr von der Reise auf – man spricht von langer Inkubationszeit. Bereits bei der Planung und Vorbereitung der Reise kann einiges getan werden um eine Gefährdung der Gesundheit zu vermindern, so dass der Urlaub auch zum Genuss wird und zur Erholung und Regeneration beiträgt.

Unter www.fit-for-travel.de finden Sie interessante Informationen zu verschiedensten Reiseländern.

Neben allgemeinen Empfehlungen zum Gesundheitsrisiko bei Reisen, Fern- oder Tropenreisen muss bei der Beratung die
- Art der Reise (Hotel, Programmtourismus, Individual- oder Rucksacktourismus),
- die hygienischen Bedingungen,
- Alter und Vorerkrankungen der Reisenden,
- sowie die Vorbereitung mittels Impfungen und Malariamedikamenten
berücksichtigt werden.

Grundsätzlich sollte in der Planung einer solchen Reise 6 – 8 Wochen vorher ein Arzt aufgesucht werden um die notwendigen Vorbereitungen und die Impfplanung einzuleiten. Anhand von aktuellen reisemedizinischen Computerprogrammen kann eine individuelle Impfplanung erstellt werden.

Als Reisender empfiehlt sich eine Vorbereitung auf das Reiseziel. Informationen über die klimatischen und hygienischen Bedingungen im Reiseland sind in der Regel leicht zu erfahren (Reiseführer ...).

Sollten Sie im Reiseland erkranken, suchen Sie im Zweifelsfall bereits im Ausland ärztliche Hilfe auf. Warten Sie nicht unbedingt bis auf eine Rückkehr nach Hause.

Auch Monate nach Rückkehr aus den Tropen können Krankheiten auftreten. Erinnern Sie Ihren Hausarzt immer an zurückliegende Reisen oder Tropenaufenthalte.

Die Mitnahme einer Reiseapotheke die allgemeine Dinge enthalten sollte und durch Medikamente, die Ihr individuelles Reiserisiko bestimmt ergänzt wird sollte immer mitgeführt werden. Dies sollte ebenfalls mit Ihrem Arzt besprochen werden. Die folgende Liste dient nur als Anhalt und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.


Reiseapotheke

Dies ist nur eine grobe Empfehlung und sollte in jedem Einzelfall mit ihrem Arzt abgesprochen werden.

Durchfallmittel – z.B. Loperamid, nur kurzzeitige Anwendung, um
  starken Durchfall zu stoppen! Eine gezielte Therapie wird nicht ersetzt.
- Elektrolytlösungen – zum Salz – Wasser – Ausgleich bei starkem 
  Durchfall.
Medikamente gegen Reise- und Seekrankheit – z.B. Scopolaminpflaster, 
  Reisekaugummis oder Cinnarizin-Kps., ausreichend lange vor Reiseantritt
  einnehmen. Achtung beim Autofahren oder bedienen von Maschinen nach Einnahme
  der Medikamente.
Schmerz- und Fiebersenkende Medikamente – z.B. Paracetamol oder 
  Acetylsalicylsäure, Vorsicht bei Zäpfchen, da sie gerne in Hitze schmelzen.
- Antiallergiemittel – gegen allergische Reaktionen und Mückenstiche.
- Mückenabwehrmittel oder -gel                                                                                  Wunddesinfektionsmittel – z.B. Betaisodonasalbe mit Jodkomplexen,
  antibiotikahaltige Salben sind nicht sinnvoll
Antibiotika – zur Behandlung blutiger Durchfälle oder Harnwegsinfektionen ..,
  Wenn Rücksprache mit Arzt oder ärztliche Behandlung nicht möglich ist.
Augentropfen – z.B. „künstliche Träne“ zur   Hornhautpflege, oder Medikamentxin  bei Bindehautreizung. Bei ausbleibender   Besserung frühzeitig zum Arzt gehen.
- Verbandsmaterialien – zur Erstversorgung kleiner Wunden, Pflaster,
  Blasenpflaster, sterile Mullbinden, eine elastische Binde, Splitterpinzette und kleine
  Schere
- Fieberthermometer
- Persönliche Dauermedikamente – Herz- Zucker oder Blutdruckmedikamente ... 
  Pille ...
Malariamedikamente – mit Arzt klären, auch die Kombination mit
  Dauermedikamenten ...
Sonnenschutzcreme – ein Sonnenbrand birgt Langzeitrisiken für 
  Hauterkrankungen und sollte auf alle Fälle vermieden werden – vor allem bei Kind
  und Kleinkind. Auf Sonnenschutzfaktor, Hautverträglichkeit und Allergiegefahr 
  achten ...
Sonnenbrille und Ersatzbrille
Kondome - ...“für den Fall der Fälle“...


Häufige Erkrankungen und Malaria

Durchfall ist das häufigste Gesundheitsproblem bei Tropenreisenden. Oft tritt er schon während der Reise auf und klingt auch von alleine nach wenigen Tagen wieder ab. Wenn Blut im Stuhl ist, der Durchfall länger anhält, erst nach Rückkehr auftritt oder von Fieber begleitet ist, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Wichtig ist die sofortige Aufnahme von viel Flüssigkeit mit oralen Elektrolytlösungen s.o.. Am wichtigsten ist jedoch die Vorbeugung!!! Nehmen Sie möglichst nur folgendes zu sich:

- gut gekochtes Gemüse und Fleisch
- geschältes (am besten selbst geschält) oder mit sauberem Wasser gespültes Obst
- abgekochtes oder ausreichend behandeltes Wasser (Mikropur Kps. zur
  Wasserdesinfektion), oder Flaschenwasser
- Getränke aus Flaschen immer ohne Eiswürfel

Malaria ist sicher die wichtigste Tropenkrankheit. Immer noch erkranken in Deutschland Hunderte von Menschen da sie während der Reise nicht ausreichend geschützt waren. Der beste Schutz ist eine Vermeidung der Mückenstiche der durch die vorbeugende Gabe von Malariamedikamenten optimiert werden sollte.


Zum Mückenschutz:

- leichte Kleidung mit langen Ärmeln und lange Hosen (ist gleichzeitig ein
  Sonnenschutz und schützt vor kleinen Verletzungen.
- Unbedeckte Körperstellen evt. auch Kopfhaare mit Mückenabwehrstoffen einreiben
  oder –sprayen.
- Moskitonetze sind nachts äußerst sinnvoll und gewähren guten Schlaf ohne
  „Stechmückenkämpfe“.
- Räucherspiralen und Insektensprays können für Wohnräume nützlich sein.
- Schlafräume wenn möglich kühl und gut gelüftet halten. Lassen Sie dabei die
  Fenstergitter vor dem Fenster geschlossen.
 

Zur Chemoprophylaxe:

- eine Reihe von Medikamenten stehen zur Verfügung, die individuell auf ihre
  Verträglichkeit und die regionale Situation im Reiseland abgestimmt werden müssen.
- Diese Medikamente muss man rechtzeitig vor der Reise oder Erreichen des
  Malariagebietes und bis zu 4 Wochen nach der Reise einnehmen!
- Schwangere und Kleinkinder müssen besonders gut geschützt werden!
 

Wenn die Medikamente auch keinen hundertprozentigen Schutz garantieren können und manchmal auch Nebenwirkungen haben, so muss man immer bedenken, wie schell man durch eine Mücke infiziert werden kann und wie schnell die Malarie – vor allem bei uns Europäern – tödlich verlaufen kann.

Durch meine tropenmedizinische Tätigkeit im Krankenhaus in Kenya und Tansania, sowie Aufenthalte in Hochrisikogebieten wie Gambia und Senegal spreche ich aus Erfahrung. Ich habe ausschließlich Patienten mit Malaria behandelt die keinen Medikamentenschutz hatten.

Trotz aller Warnungen ... – betreiben Sie einen ausreichenden Schutz – lassen Sie sich dadurch keine Angst machen, eine gesunde Vorsicht ist ausreichend – ... genießen Sie den Urlaub.

Gerade solche Länder bieten für uns unglaubliche Erlebnisse und Bekanntschaften, seien es Tiere, phantastische Natur oder der Kontakt zu anderen sehr interessanten Kulturen und Menschen. Das sind Erlebnisse für das Leben.

Eine gute Reise und viel Erholung wünscht ihr Praxisteam!

 
   
   
   
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