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Mehr als 3 Millionen Menschen in Deutschland sind von der Erkrankung betroffen und bis zu 10 – 15% der Kinder. Typisch ist ein recht langwieriger Krankheitsverlauf mit wiederholt auftretenden Schüben. Eine Vielzahl unterschiedlichster Faktoren kann zur Entstehung dieser Krankheit beitragen. Diese führen dann zu den typischerweise immer wiederkehrenden Krankheitsschüben. Starker Juckreiz, Schwellung, Rötung, Entzündung bis hin zu nässenden Hautveränderungen mit Infektionen prägen dieses Krankheitsbild. Als schwere Komplikation sind Infektionen mit Bakterien und Viren zu sehen. Eiterbildung, Rötung gelbliches Sekret mit Krustenbildung können die Folge sein. Im schlechtesten Fall kann dann sogar der Einsatz von Antibiotika notwendig werden. Danach ist eine gezielte Regeneration der durch die Antibiotika zerstörten Darmbakterien zwingend notwendig. Die Haut weist im Allgemeinen eine hohe Empfindlichkeit gegenüber unterschiedlichsten Reizfaktoren auf, so dass der Behandlung und der Pflege der Haut eine sehr große Bedeutung zukommt. Zeitintensive Zuwendung ist notwendig. Je nach Auslöser kann eine Allergiediagnostik, Ernährungsumstellung oder auch eine Veränderung des Wohnumfeldes notwendig werden.

 

Aufgrund der extrem unterschiedlichen Auslöser der Erkrankung

-         Allergieneigung gegen Blütenpollen, Tierhaare, Hausstaubmilben

-         Vererbung und Veranlagung

-         Nahrungsmittelallergien (Kuhmilch, Eier, Nüsse, Fisch ..)

-         grobe Stoffe und Textilien, Waschmittel und Chemikalien

-         hormonelle Einflüsse

-         extreme Temperaturen

-         Angst, Stress und andere emotionale Faktoren

-         trockener Haut, unsachgemäße Hautpflege oder „Überpflege“

-         schwitzen oder kratzen

-         …………..….)                            gibt es keine Standardtherapie.

Vielmehr wird es unsere Aufgabe sein, zusammen mit Ihnen ein individuelles, persönlich auf Sie zugeschnittenes Behandlungsschema zu entwickeln.

Neben schulmedizinischen Behandlungsmöglichkeiten (diese folgen weiter unten …), die zum Teil das Immunsystem blockieren (jedoch in sehr schweren Fällen auch notwendig sind), liegt der Schwerpunkt in meiner Praxis im Bereich der biologischen naturheilkundlichen Heilverfahren. Diese unterdrücken die Krankheitssymptome nicht, sondern fördern die Selbstheilung und Eigenregulation des Körpers. Gestörte Regulationssysteme die den Hautveränderungen zugrunde liegen können, werden ausgeglichen.

Diagnostik der Erkrankung:

1.     klinisch typische Symptome, Krankengeschichte und typ. Hautveränderungen.

2.     Allergietestungen: 4 von 5 Patienten haben erhöhte IgE-Spiegel im Blut, durch

        Hauttestverfahren (z.B. Prick-Tests) können Allergene identifiziert werden. So

        kann ein Hinweis auf das Vorliegen einer Allergie gefunden werden.

3.     Stuhlgangdiagnostik bei V.a. Darmfehlbesiedlung

4.     Selbstbeobachtung durch Sie (Patiententagebuch). Was beeinflusst die

       Erkrankung? Ernährung, Stress, Lebensumstände ….

Neben dem Schwerpunkt auf naturheilkundlichen Verfahren finden auch die neuesten schulmedizinischen Erkenntnisse Berücksichtigung.

Ein wirklich sehr wichtiger Punkt wird sein, dass man lernt, mit seiner Erkrankung zu leben, statt sich von ihr beherrschen zu lassen.

denn – heilbar im herkömmlichen Sinne ist die Neurodermitis nicht, jedoch bestehen gute Aussichten die Erkrankung mit den geeigneten Therapiemöglichkeiten in den Griff zu bekommen.

Allgemeines:              regelmäßig Zahnbürste wechseln oder nach jedem Zähneputzen abkochen oder Desinfizieren (z.B. Hexoral).

Haut- und Körperpflege im Alltag:

-         Starken, übermäßigen und langen Wasserkontakt wenn möglich meiden

-         nicht schäumende rückfettende Badeöle und Ölbäder.

-         Kleopatra Bad“: mit Milch oder Sahne und Olivenöl kalt gepresst in bestimmter Zusammensetzung in das warme Badewasser geben. Maximal 10 min. baden, zu heißes (max. 30-35°) oder chlorhaltiges Wasser meiden.      Neurodermitis Ölbad: individuelles Rezept aus Nachtkerzensamenöl und Paraffinum subliquidum ist recht gut verträglich.

-         seifenfreie Hautreinigungsmittel. Reinigung mit lauwarmem Wasser mit hautneutralen Wasch- und Pflegemittel). Keine Überpflege! (um die Haut nicht unnötig zu belasten). Spezielle Salben zur Grundpflege …

nie vergessen: Nach dem Waschen, Baden oder Duschen Haut nur abtupfen und solange die Haut noch feucht ist eincremen. Nie die Haut frottieren, auch wenn es der Juckreiz geradezu fordert.

-         nie Präparate mit Alkohol benutzen – Alkohol entfettet und führt zu

          Hautreizungen.

-        auf  Konservierungs- Farb- und Duftstoffe verzichten

Grundregeln für die individuelle Hautpflege: Haut nie überpflegen!!!

Fettsalbe:    bei sehr trockener Haut, fast wasserfreie Salbe

Salbe:         bei chronischer Hauttrockenheit und Leder- oder Papierhaut

Creme:        bei akut entzündeter und heißer überwärmter Haut geeignet

                  (Hautspannen)

Hautlotion:   bei akut nässenden Hautentzündungen

Lotio:          als kühlende austrocknende und Juckreiz lindernde Anwendung

Grundpflegemittel vor der Anwendung immer an einer Körperregion testen! z.B. an der Elenbeuge …

Nachtkerzensamenöl, Borretschsamen, Schwarzkümmel und Mandelöl sind erfahrungsgemäß gute Zusatzstoffe in Pflegemitteln.

Kamille, Ringelblume oder Arnika sind entzündungshemmend und heilend.

Harnstoff macht die Haut glatt und geschmeidig und hilft Feuchtigkeit zu binden.

Eine sehr gute Rezeptur ist die Kombination aus Nachtkerzensamenöl, Urea, Glycerin, Triclosan und einer Salbengrundlage in geeigneter Kombination.
 
Hautfreundliche Kleidung tragen: feine Baumwolle oder Seide, frische Kleidung mind. 1x waschen, Etiketten entfernen, duftstofffreies Waschmittel oder biologische Waschmittel (Drogerie oder Naturkostläden …) …

Bei Allergie: wenn eine Allergie gegen Blütenpollen oder Milben vermutet wird: Blütenpollen meiden, Hausstaubmilben reduzieren (milbendichte Bettbezüge), regelm. Lüften, …, Bettwäsche häufig waschen, ...


Pflegetipps:

Hautspannen:                         Creme oder Lotion

Papier- oder Lederhaut:            Salben

Spröde rissige Haut:                   Salbe mit hohem Fettanteil

Frische, nässende Ekzeme:      feuchte Umschläge oder Schüttelmixturen

in der Sonne:                                ausreichender Sonnenschutz …

 

Ernährungstherapie:        Nahrungsmitteltagebuch führen !!! Hautveränderungen, Juckreiz, Behandlungsmethoden, zugeführte Nahrung, tgl. Unternehmungen, seelischer Zustand .. notieren. Was für Faktoren können die Hautveränderung ausgelöst haben …

 

Gesunde Ernährung ist sehr wichtig! Eine ausgewogene, abwechslungsreiche individuell angepasste Vollwertkost ist die stabile Grundlage für jeden gesunden Organismus, auch wenn nicht jede Neurodermitis ernährungsbedingt ist. Auf alle Nahrungsmittel ist prinzipiell eine Unverträglichkeit oder Allergie möglich. Eine Allergenfindung oft sehr schwer, denn auch pos. Prick-Test-Reaktionen oder andere Allergietests sind häufig klinisch nicht relevant! Pauschaldiäten sind zu vermeiden!

Eier, Kuhmilch, Weizen und Fisch sind die häufigsten Auslöser.

Ebenso ist auf  Farb-. Aroma- und Konservierungsstoffe zu achten.

Tiereiweißarme Kost, keine Süßigkeiten, keine Eier keine Kuhmilch und kein Weizen als Versuch. Nüsse und Mandeln sind ebenfalls häufig Auslöser.

Auf folgende Nahrungsmittel ist besonders zu achten:

-         Eier, Milchprodukte, Fisch, Nüsse

-         Obst wie Zitrusfrüchte, Erdbeeren, Pfirsiche, Kiwis und Äpfel mit Schale

-         Gemüsesorten wie Sellerie, Erbsen, Linsen und Möhren

-         saure und scharfe Lebensmittel wie Gurken, Meerrettich, Curry, Cayenne-

          Pfeffer, Paprika und Essig

-         Lebensmittelfarbstoffe, Konservierungsmittel und Süßstoffe

-         histaminhaltige Nahrungsmittel meiden: Käse, Wurst, Sauerkraut,

          Schweinefleisch, Schalentiere, Tomaten, Hülsenfrüchte, Erdbeeren, Ananas,

          Schokolade, Pilze, Rotwein, Fischkonserven
 
Alkohol, Kaffee und schwarzer Tee bewirken eine Gefäßerweiterung und können den Juckreiz fördern. Trotzdem ist reichliches trinken sehr wichtig. Nicht-Aromatisierter Tee (Rooibos, Brennnessel-, Brombeerblätter-, Himbeerblätter-, Fenchel- oder Zitronentee) oder heißes, 10 min. gekochtes Wasser haben sich bewährt.

Beim Essen ist Vollwertkost aus biologischem Anbau ist zu empfehlen.

Allgemein sollten mindestens 2-3 Liter getrunken werden!

Heilfasten:       mit dem Ziel der Ernährungsumstellung … !!!

Es gibt die unterschiedlichsten Methoden zu fasten, von denen die meisten bekannten ihre Berechtigung haben, wenn sie richtig durchgeführt werden. Durch das fasten werden vor allem fettlösliche Gifte freigesetzt, über die Leber im Stuhlgang ausgeschieden werden. Um die erneute Aufnahme in den Körper zu verhindern wird Paraffin und medizinische Aktivkohle eingenommen. Es versteht sich von selbst, dass eine weitere Giftbelastung von außen (durch eine Ernährungsumstellung) eingestellt werden muss.

Das so genannte „Entgiftungsfasten“ ist ungefährlich und selbständig auch im Alltag durchzuführen.

„Die verschiedenen Schritte“

1.     Medizinalkohle und Paraffinöl in der Apotheke besorgen.

2.     Kohle und Öl im Verhältnis 9:1 mischen (ungefähr, muss nicht exakt sein).

3.     wenn eine starke Abneigung gegen Kohle oder Öl besteht, kann auch das eine

        oder andere alleine verwendet werden.

4.     Bei normaler, leichter Kost mit der Einnahme des Bindemittels beginnen: 3 x tgl.

       ein Teelöffel bis max. 3 x tgl. ein Esslöffel Kohle/Paraffinöl einnehmen. Bei

       Verstopfungsneigung weniger, bei dünnem Stuhl mehr.

5.     Sobald der Stuhl ganz schwarz ist, Nulldiät beginnen

6.     3 Tage lang nichts essen, nur sehr viel trinken. 3 x tgl. Kohle/Paraffinöl

        einnehmen.

7.     an den Fastentagen viel trinken (mindestens 3 Liter), der Urin muss sehr hell

        sein. Erlaubt ist Kräutertee (Kamille, Malve, Melisse), Früchtetee (Hagebutte,

        Fenchel, Apfelschale), dünne Gemüsebrühe (keine Fertigbrühe) ohne Fett,

        Gemüsefrischsaft (verdünnt aus dem Reformhaus)

8.     Am 4. Tag „Fastenbrechen“ mit 1 Apfel am Morgen, Suppen, leichte Kost,

        nichts Fettes oder Gebratenes.

9.     Bei Schwindel- oder starkem Schwächegefühl sollte man das Fasten

        unterbrechen.

10.    Das Entgiftungsfasten kann alle 2 Wochen wiederholt werden.

11.    Bei Untergewicht oder Vorerkrankungen nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt

        fasten.

Wenn nach dem Entgiftungsfasten ein stabiler Zustand erreicht ist, hat sich im Anschluss die Durchführung einer Suchdiät als sehr effektiv gezeigt: In einer stabilen Krankheitsphase wird eine Woche gut verträgliches wie Reis, Kartoffeln, Brokkoli, Sonnenblumen- oder Distelöl, Bananen, gegarte Birnen sowie evt. Puten oder Lammfleisch gegessen. Alle 2 Tage wird dann ein verdächtiges Lebensmittel hinzugefügt und genau Buch geführt, was nicht vertragen wird. So kann man seinen eigenen individuellen Speiseplan zusammenstellen. Nahrungsmittel auf die man reagiert müssen für immer gemieden werden.
 

Ordnungstherapie:

Die Erkrankung hängt von vielen Faktoren ab! Stress, Ernährung, psychisches

Gleichgewicht, Allergieneigung und erbliche Veranlagung sind nur einige davon.
 

Tägliche Entspannungsphasen sind sehr sehr wichtig! So müssen Sie lernen mit dem Stress umzugehen.

Bewegungstherapie und Sport

-         Sport, Bewegung, Ausgleich in der frischen Luft entspannt und kostet nichts.

-         auf ausreichend Schlaf achten

-         für geregelten Tagesablauf sorgen

-         öfters mal die Seele baumeln lassen

-         zu hohe Anforderungen an sich selbst reduzieren

-         Entspannungstechniken üben (Eule oder Volkshochschule …)

 

-         den auftretenden Juckreiz sanft lindern:

o       kurze Fingernägel

o       die Haut wenn nötig nicht kratzen sondern kneten oder massieren

o       kratzen Sie an unempfindlichen Gegenständen statt an der Haut

o       beschäftigen Sie die Hände kreativ mit anderen Dingen

 

Linderung der Beschwerden im akuten Schub:

1.     Schlauchverbände zurecht schneiden

2.     baden Sie (s.oben) und tupfen die Haut vorsichtig ab

3.     auf die Haut geeignete Salbe oder Creme auftragen

4.     Verband mit lauwarmem Wasser befeuchten und eventuell auch über Nacht

       anlegen

5.     nach Verbandabnahme Rückfetten

6.     Behandlung 3-4 x wiederholen

 

Bei feucht nässendem Ekzem: feuchte Umschläge:

Schlauchverband, Baumwolltüchern oder Waschlappen … in den gekühlten Kräutersud tränken. Dann Umschlag locker auflegen und abnehmen wenn er zu trocken ist oder warm wird (3 x tgl. höchstens 3-4 Tage anwenden). Danach Haut eincremen, damit sie nicht austrocknet.

nässendes Ekzem: Eiche (Cortex Quercus),  4 EL Rinde mit 1 Liter Wasser 15 min. kochen, abkühlen, durchsieben, dann als Umschlag verwenden.

Schwarztee– oder Grüntee Umschläge können ebenfalls sehr hilfreich sein. 5 Esslöffel auf 1 Liter Wasser geben.

Kamillenblüten, Hamamelis, Arnika oder Ringelblume können auch verwendet werden.

Synthetische Gerbstoffe fördern ebenfalls die Abheilung.
 

Bei trockenen Ekzemschüben sind Salben und Cremes zu verwenden

Cardiosperum halicacabum hat sich bewährt.

Bittersüß kann ebenfalls als Kortisonalternative ausprobiert werden.

Kamille, Arnika, Ringelblume, Hamamelis helfen häufig gut. Auch einige homöopatische Salben und Crems haben sich bewährt.

bei starkem Juckreiz: Bittersüß (Solanum dulcamara) als Tabletten oder Tropfen zusätzlich.

Aus dem Bereich der Orthomolekulare Medizin haben sich oft Gamma-Linolensäure (Nachtkerzenöl) über 2-3 Monate, Vit. A hochdosiert und unterstützend Selen und Zink bewährt.

Symbioselenkung bei gestörter Darmflora:

Symbioselenkung erfolgt in 4 Schritten:

                    1. mikrobiologische Darm-Diagnostik

                2. Reduktion der path. Keime

                3. Stimulation der Verdauungsorgane und Stabilisierung des

                    Dünndarmmilieus

                4. Bakteriengabe

Durch verschiedene Faktoren wie Stress, Antibiotika, Fehlernährung mit zuviel Zucker und Weißmehl, Übersäuerung und Infektionen … kann die normale Zusammensetzung der Darmbakterien empfindlich gestört werden. Da sich im Darm ein großer Teil des Immunsystems befindet, können diese Veränderungen zur Erkrankung des Organismus führen. Eine Pilzinfektion im Darm kann die Folge sein. Pilze (v.a. Candida albicans) kommen im gesunden Darm überhaupt nicht oder nur in sehr geringer Zahl vor. Lassen sich vermehrt Pilze im Darm nachweisen muss mit Antipilzmedikamenten oder mit pflanzlichen Medikamenten therapiert werden. Zudem ist eine Pilzkur durchzuführen bei der insbesondere auf Kohlenhydrate wie Weißmehlprodukte, Süßwaren oder auch süßes Obst verzichtet werden soll. Auch hier nicht übertreiben! Nach der Medikamentösen Kur wird durch eine mikrobiologische Kur eine ausgewogene Darmflora aufgebaut. Zur Verfügung stehen Escherichia coli, Enterokokken und Lactobacillen. Eine vorausgegangene Fastenkur kann bereits erstaunliche Hautbesserungen erwirken. Ebenso fördern Stoffwechseltees die Entgiftung und „Entschlackung“.

z.B.: Sennesblätter, Kümmel, Kamillenblüten, Bittersüßstängel zu gleichen Teilen mischen. 2 TL pro ½ Liter-Kanne mit kochendem Wasser übergießen und 15-20 min. ziehen lassen. Eine Tasse warmen bis heißen Tee morgens und abends trinken.

Im Anschluss an die Darmsanierung sollte auf eine gesunde Vollwertkost eingehalten werden. So kann ein langfristiger Erfolg gesichert werden. Eine regelmäßige Einnahme von Probiotika wirkt vorbeugend gegen neue Ekzemschübe.

Eigenbluttherapie: Nativblut (nicht mit anderen Präparaten mischen) hilft oft recht gut. Dabei werden körpereigene Informationen genutzt. Frisch entnommenes Venenblut wird unverändert (nach ein paar Minuten) in den Gesäßmuskel gespritzt. In der Regel werden 8-12 Spritzen im Abstand weniger Tage gespritzt. Bereits durch kleinste Blutmengen werden so die Selbstheilungskräfte angeregt.

Akupunktur:         nach individuellem Patientengespräch wird neben Basispunkten die Konstitution des Patienten berücksichtigt. Sie stellt eine gute Kombinationsmethode mit anderen naturheilkundlichen Methoden dar.

 

Enzymtherapie:        Ein Therapieversuch ist in Kombination mit Vit A und Vit E möglich.

 

Homöopathie:       Anhand der persönlichen Konstitution und den Krankheitszeichen an der Haut lässt sich das passende Arzneimittel finden. Bei Vorbehandlung mit Kortison oder Antibiotika können Nux vomica oder Sulfur die Ausleitung unterstützen. Andere Homöopathika fördert die Regeneration von Haut und Schleimhäuten. Zur homöopatischen Entgiftungskur eignen sich ebenfalls homöopathische Medikamente.

 

Schulmedizinische und konventionelle Therapiemöglichkeiten:

Kortison: wenn notwendig nur kurz anwenden! Gewöhnungseffekt der Haut kann eintreten. Nur im akuten Schub anwenden. Problemzonen Gesicht, Achselhöhle und Genitalbereich wenn möglich schonen. Intervalltherapie: zwischen Basispflege und Kortison abwechseln. Die Kortisonpräparate unterscheiden sich in ihrer Wirkstärke.

Von Schwach, Mittel, Stark bis sehr stark stehen verschiedene Präparate zur Verfügung.

In sehr schweren Fällen kann für eine gewisse Zeit auch die Einnahme von Kortisontabletten oder die Injektion mit Kortison erforderlich sein.

 

Tacrolimus und Pimecrolimus:

Die neuen Hoffnungsträger, welche als Immunmodulatoren bezeichnet werden ohne die Nebenwirkungen vom Kortison zu haben. Leider sind diese Medikamente recht teuer. Als Nebenwirkung ist gelegentlich ein brennen und Hitzegefühl nach dem auftragen möglich. Oft verschwindet dies jedoch nach ein paar Tagen.

 

Bufexamac hilft oft im leichten Ekzemschub.

 

Teer und Ichthyol:

Teer: Nachbehandlung wenn der Ekzemschub abgeklungen ist oder wenn es zu einer Vergröberung der Hautstruktur kommt. Unangenehmer Geruch der Teerpräparate besteht. Teer oder Teeröl wird eingesetzt.

Ichthosin wirkt vor allem bei den chronisch juckenden Ekzemen. Anwendung zum Beispiel in Form von Schieferölbädern.

 

Antihisaminika:

Sie sind bei nicht stillendem Juckreiz teils unumgänglich.

 

Antiinfekiosa bei Entzündungen:

Farbstoffe, die zur Therapie eingesetzt werden, verfärben Haut und Kleidung. Werden meist nur im Krankenhaus angewendet.

 

Jodhaltige Stoffe Salben  und Bäder können zum Einsatz kommen.

 

Antibiotika bei großflächiger Ausbreitung von Infekten teils nicht zu vermeiden. Eine mikrobiologische Folgetherapie sollte an jede Gabe von Antibiotika angeschlossen werden.

 

Antivirale Medikamente bei z.B. Herpes-Viren Infektion sind selten notwendig.

 

Bei nachgewiesenem Darmpilzbefall ist die Gabe mit Antipilzmitteln oder naturheilkundlichen Medikamenten obligat.


Zu guter letzt … kann im Einzelfall auch mal eine stationäre Rehabilitation angezeigt sein.

 

Liebe Patientinnen und Patienten !!

 
„Es wurden eine große Reihe von Behandlungsmöglichkeiten vorgestellt,

 trotz allem sollte immer eine Therapie nach Maß durchgeführt werden.

!!! Nie den Mut verlieren !!!

Die Therapiemöglichkeiten sind vielfältig,

oft braucht es viel Geduld bis man die für sich richtige gefunden hat.“

 

Sie müssen selbst zum Experten Ihrer Erkrankung werden!

So werden Sie lernen mit ihr umzugehen.

Sie werden lernen die Erkrankung als ein individuelles komplexes Geschehen zu begreifen, die von vielen Faktoren abhängig ist.

Ein ganzheitliches, individuelles Körpergefühl und -verständnis

wird sich entwickeln.

 

!!! Viel Erfolg !!!

 
   
   
   
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